Werwölfe
Informationen
URSPRUNG DES FLUCHS
Niemand weiß mit Sicherheit, woher der Werwolf stammt. Einige glauben, die ersten seien aus einem uralten Blutpakt zwischen Mensch und Wolf hervorgegangen, ein Versuch, sich die Stärke des Raubtieres zunutze zu machen. Andere behaupten, die Werwölfe seien von einer Mondgöttin verflucht worden, nachdem Jäger ihre heiligen Tiere erschlugen. Die Wahrheit jedoch ist älter und düsterer: Der erste Werwolf war ein Mensch, der den Zorn der Nacht selbst in sich aufnahm. Er trank das Blut eines gefallenen Dämons und wurde dadurch zu einem Geschöpf zwischen den Welten, weder Mensch noch Tier, sondern ein Wesen der Raserei.
WESEN & NATUR
Werwölfe sind keine geborenen Kreaturen, sondern Gemachte. Ihr Dasein ist ein Fluch, ein Virus, der Fleisch, Geist und Seele gleichermaßen befällt. Er wird durch den Biss eines anderen Werwolfs übertragen, durch verfluchtes Blut, selten auch durch rituelle Beschwörungen dunkler Magie. Einmal infiziert, beginnt der Körper des Opfers sich zu verändern. Knochen verhärten, Muskeln wachsen, Sinne schärfen sich. Das Tier in ihrem Innern erwacht, zunächst flüsternd, dann brüllend. Wenn der Mond voll ist, bricht der Fluch hervor, zerreißt den Menschen, bis nur noch das Monster übrig bleibt
VERWANDLUNG & NATUR
Die Verwandlung in einen Werwolf ist ein Akt roher Gewalt. Knochen brechen und wachsen neu, Haut reißt, Krallen stoßen hervor. In dieser Form verliert der Verfluchte fast immer die Kontrolle über seinen Verstand. Er folgt Instinkte, Hunger, Wut, Jagdtrieb. Der Mensch in ihm schreit noch, doch seine Stimme wird vom Heulen des Wolfs erstickt. Nur sehr wenige lernen, den Wandel zu meistern. Diese „Bewussten Werwölfe“ können ihre Bestie zügeln, den Fluch lenken und sich selbst in Abwesenheit des Mondes verwandeln. Doch die Kontrolle kostet viel Disziplin, Schmerz und Blut. Es ist nicht besonders einfach die Kontrolle zu erlangen aber möglich. Die Kontrolle kann aber auch wieder verloren werden durch Trigger und reitze, Traumata. Unkontrollierte Werwölfe behaupten auch gerne das jene die Bewusste Werwölfe werden an Stärke und biss verlieren. In der Wolfsform sind Werwölfe bis zu 1,60 schulterhöhe groß. Große Wölfe, aber nicht gigantisch wie Lykaner. Ihre Körper sind gebaut für Jagd und Zerstörung: übermenschliche Geschwindigkeit, Kraft und Ausdauer machen sie zu furchteinflößenden Gegnern. Selbst gewöhnliche Waffen prallen oft wirkungslos an ihrer Haut ab. Nur Silber, Mondstahl oder mit spizellen Kräuter versetzen Waffen können ihre Körper durchdringen, Symbole des Mondes, der sie zugleich erschafft und verdammt. Manchen Werwölfen ist auch eine Halbform möglich. Diese sind ähnlich wie der der Lykaner, nur das sie dennoch nicht auf 2 Beinen gehen können, kleiner sind als Lykaner und es sehr viel Anstrengung und Kraft benötigt um in dieser Form zu bleiben.
SCHWÄCHEN
- Silber: wirkt wie Gift, verbrennt und lähmt.
- Eberesche: Asche kann sie abhalten oder bannen.
- Eisenhut: Eine Pflanze die man sowohl dazu nutzen kann und Werwölfe zu heilen, aber auch um sie zu Schwächen und zu töten. Ist das Kraut zu einem pulver verarbeitet erstmal im Blutkreislauf eines Werwolf, ist es schwer es vollständig herraus zu bekommen. Noch dazu um so reiner und edler das Kraut umso tödlicher ist es.
- Mondlicht: Während des Vollmonds ist ihre Macht am größten, aber auch ihr Kontrollverlust. Der Fluch verstärkt ihre Instinkte bis zur Raserei.
VERHALTEN & HIERARCHIE
Werwölfe sind Einzelgänger, doch ihr tierischer Instinkt drängt sie zu Rudeln. Diese Rudel folgen der alten Hierarchie der Wölfe: dem Alpha, dem Jäger, den Kriegern, den Jungen. Der Alpha ist stets der Stärkste, nicht unbedingt der Klügste. Er führt durch Dominanz, nicht durch Vernunft. Seine Herrschaft endet, wenn jemand stärker ist und ihn in einem Kampf bis zum Tod herausfordert. In manchen Regionen existieren ganze Rudelclans, die alte Gesetze achten. In anderen herrschen wilde Bestien, die sich selbst vergessen haben. Zwischen Rudeln kommt es oft zu Revierkämpfen, vor allem in mondhellen Nächten, wenn der Fluch sie alle ruft.
JÄGER & GLAUBEN
In alten Zeiten entstanden ganze Orden, die sich der Jagd auf Werwölfe verschrieben: die Mondklingen, Silberhüter oder die Kinder des Morgenrots. Sie glaubten, die Auslöschung der Werwölfe sei göttlicher Wille – doch mit jedem, den sie töteten, schien ein neuer aufzuerstehen. Manche Priester halten Werwölfe für verlorene Seelen, die Erlösung durch Tod suchen. Andere glauben, sie seien Werkzeuge dunkler Mächte, die mit der Welt spielen. In abgelegenen Dörfern flüstert man, dass ein Werwolf auch ein Beschützer sein kann – ein Monster, das sein Rudel, sein Dorf oder einen geliebten Menschen bewacht, koste es sein Leben.
BEZIEHUNG ZU LYKANERN
Lykaner und Werwölfe werden oft verwechselt, doch sie sind grundverschieden. Lykaner sind geborene Gestalt Wandler, Wesen, die die Kraft des Wolfes beherrschen und mit ihrem Tiergeist eins sind. Sie haben Kontrolle, Stolz, Bewusstsein. Werwölfe hingegen sind verfluchte Menschen. Sie werden von innen zerfressen, leben zwischen Menschlichkeit und Wahnsinn. Lykaner sehen Werwölfe oft als entstellte Nachkommen ihres Volkes, während Werwölfe die Lykaner für ihre Arroganz und Reinheit hassen. Zwischen beiden Spezies herrscht eine uralte Fehde, ein Krieg aus Blut, Stolz und Natur. Dennoch gibt es, selten, Rudel mit beiden Arten vereint. Unter der Führung der Lykaner kann der Werwolf sein Fluch mehr und mehr kontrollieren und sich weniger verflucht fühlen. Was aber nicht heißt das nicht trotzdem gerne Fehde zwischen den beiden Völker liegt. Das sich ein Lykaner auf einen Werwolf prägen würde und einlassen wäre ebenso sehr selten, aber möglich.
LEBEN ZWISCHEN DEN WELTEN
Ein Werwolf lebt selten lang. Die meisten sterben jung, durch Jäger, durch Raserei oder durch den eigenen Hunger. Doch jene, die überleben, werden zu Legenden. Sie durchstreifen Wälder, Gebirge und Ruinen, auf der Suche nach einem Platz, an dem ihr Heulen nicht gefürchtet wird. Einige suchen Heilung, andere Rache. Manche haben gelernt, ihre Bestie als Teil ihrer Seele zu akzeptieren. Doch alle tragen dasselbe Schicksal: Den ewigen Konflikt zwischen Mensch und Tier, Verstand und Instinkt, Schuld und Freiheit.