KODEX DER SILVERFANGS

Der Kodex ist kein geschriebenes Gesetz, sondern ein heiliger Schwur, der über Generationen weitergegeben wird. Er wird bei jeder Vollmondnacht gesprochen und erneuert.

I. Blut und Rudel
  • Das Rudel steht über allem. Kein Individuum darf über das Wohl des Rudels gestellt werden.
  • Wer sein Rudel verrät, verliert sein Recht auf Schutz, Fleisch und Erinnerung.
  • Das Blut bindet, wer aufgenommen wurde, bleibt gebunden bis zum Tod…oder darüber hinaus.
II. Mond und Wandel
  • Der Mond ist das Herz. Kein Wolf wandelt ohne ihn.
  • Wer den Wandel verweigert, verfällt. Wer ihn missbraucht, wird gebannt.
  • In der Nacht des Vollmonds gilt das Wort der Ahnen, kein Rang, kein Blut, keine Macht steht über ihnen.
III. Hierarchie und Ehre
  • Der Stärkere führt, doch Stärke zeigt sich nicht nur im Kampf.
  • Befehle sind zu achten, solange sie dem Rudel dienen.
  • Streit um Rang wird durch Kampf entschieden, aber niemals zum Tod, es sei denn, Blut fordert Blut.
  • Der Respekt vor dem Rudel ist Pflicht, doch Zweifel dürfen im Schatten gesprochen werden.
IV. Der Schwur des Blutes
  • Jeder Wolf schwört beim Eintritt: „Mein Blut ist euer Blut, mein Fleisch euer Schild, mein Tod euer Sieg.“
  • Wer den Schwur bricht, verliert den Segen des Mondes und sein Heulen wird stumm.
V. Geheimnis und Schutz
  •  Menschen dürfen nichts vom Rudel wissen.
  • Wer die Existenz des Rudels offenbart, bringt den Tod über alle.
  • Kinder der Menschen sind tabu, sie tragen nicht den Fluch und nicht die Gabe.
VI. Die Ahnen
  • Die Ahnen wachen über das Rudel.
  • Ihre Namen dürfen nicht vergessen werden; ihr Blut ruft, wenn Verrat geschieht.
  • Die Seelen der Gefallenen begleiten die Lebenden in Träumen und im Wandel.
VII. Gericht des Mondes
  • Bei Vergehen entscheidet der Rat der Ältesten unter Vollmond.
  • Urteile können reichen von Verbannung bis zur „Mondklinge“, dem rituellen Tod durch den Alpha oder Beta.
  • Doch selbst der Verurteilte darf sein letztes Heulen an den Mond richten und wird gehört.
VIII. Frieden und Blut
  •  Ein Rudel, das sich selbst zerreißt, wird schwach.
  • Blut darf nur fließen, wenn es das Rudel stärkt.
  •  Frieden ist keine Schwäche, sondern die Klinge, die später trifft.
IX. Die Zukunft
  • Junge werden durch den Rat geprüft, bevor sie den Wandel vollziehen.
  • Wer Stärke, Loyalität und Mitgefühl beweist, darf eines Tages führen.
  • Kein Rang ist ewig. Jeder Alpha fällt, wenn der Mond es will.

„Der Wolf im Menschen ist nicht das Monster – er ist der letzte Rest des Göttlichen, das die Zeit vergessen hat.“